Being Indian In Trump’s America

by Amitava Kumar. Read the full article in The New Yorker.

„The racist’s calling card is ignorance: he cannot discriminate (if that is the right word) between nationalities and religions, between Indians and Saudis and Egyptians, Hindus and Muslims and Sikhs. One of the first hate crimes to take place in the days following 9/11 was the murder of Balbir Singh Sodhi, a Sikh gas-station owner in Mesa, Arizona. The killer probably thought that Sodhi, with his turban and beard, was Muslim; he had told his friends that he was “going to go out and shoot some towelheads.” This year’s attacks bear some of the same hallmarks. Purinton reportedly shouted “Get out of my country!” before firing on the men from India, who he believed were from Iran. And last Friday a white man in Florida set fire to an Indian-owned convenience store because, he told police, it didn’t carry his brand of orange juice and he wished to “run the Arabs out of our country.” We, the mistaken people.“

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Shadi

Von Sarah Vania

ENGLISH VERSION BELOW

Ich bin so wütend, dass ich kaum sprechen kann. Also schreibe ich.

Bist Du je einem Iraner begegnet? Lass mich Dir Shadi vorstellen, meinen Ehemann, der seit dreißig Jahren hier lebt. Er hat Deine Kinder in Mathe unterrichtet, Deine Kollegen, Deine Mitbürger. Er bäckt Brot und er tanzt und rezitiert Lyrik und kann Dir im Prinzip den Namen eines jeden klassischen Musikstücks nennen, das Du ihm vorspielst, inklusive pikanter Einzelheiten aus dem Leben des entsprechenden Komponisten. Er ist einer der aufrichtigsten, gütigsten, klügsten und ehrbarsten Menschen, die auf dieser Erde wandeln. „Shadi“ weiterlesen

Der Kandidat/The Candidate

Von Bebe Kern

ENGLISH VERSION ON WRITERSRESIST.COM

Aus dem Fernseher ins Bewusstsein, wie
der Albtraum-Dämon meiner Mädchenjahre im Süden,
das Schreckgespenst überall: dreckiger Baseballmützenmann
auf dem Pickup mit der lastwagengroßen Rebellenflagge
beim Faschingsumzug; anzüglich grinsender Verkäufer;
Burschenschaftler, besoffen von Dewar’s Whiskey und Privileg
verspottet ein Weichei, markiert sein Revier im Rasen
ehe er erwachsen wird und das Wasser der Stadt vergiftet;
unfreiwillige Mutter, trotzig und fett, hingestreckt
auf der Couch vorm Blue Screen während die Kinder
Zucker aus der Dose trinken und Kriegsgeschrei anstimmen;
Panzerschützen-Banker-Broker verwüstet Sumpflandschaft;
alter Mann in Camouflage träumt bei Walmart
von saftigen Mädchen und Automatikwaffen;
Grundschul-Bully lacht über meine einfachen Schuhe.

Übersetzung: Claudia Toman

Good Day Café

Von Nate Whitehouse

ENGLISH VERSION BELOW!

Ich besuchte heute ein einfaches Café in Grand Prairie, Texas, namens Good Day Café. Die Gegend dort ist flach, mit schlichten Reihenhäusern, die eine Baufirma vielleicht in den Siebzigern hingestellt hat. In dem Viertel gibt es einige Waffenläden, eine Vietnamesische Kirche und eine Menge trockenes Gestrüpp. Meine Mutter, mein Vater und meine Schwester fügten sich ins Leuchtstoff-Linoleum-Ambiente. Junge mexikanische Frauen wuselten herum, schenkten wässrigen Kaffee aus und servierten Western-Omelettes, Eier mit Chorizo. An den Wänden hing einfache, geschmackvolle Dekoration – Keramik, Bilder. Ein Familienunternehmen – irgendjemand hatte die Welt riskiert, um es auf die Beine zu stellen und es lief gut. „Good Day Café“ weiterlesen

I’m in!

Gestern hatte ich einen besonderen Brief im Posteingang, eine Nachricht von Barack Obama und seiner Obama Foundation. Dort werden die Stimmen der Bürger gesammelt, was sie inspiriert, was sie sich wünschen und was einen guten Bürger eigentlich ausmacht. In der E-Mail teilt Obama den Brief von Sindhu I., in dem sie sich bei Michelle Obama dafür bedankt, dass sie sie vor über zwanzig Jahren in einer Rede so sehr inspiriert hat, aus ihrem Leben etwas zu machen und für andere da zu sein. Sindhu arbeitet heute mit psychisch kranken Kindern und Erwachsenen sowie als medizinische Dozentin. Und dieser Absatz aus Sindhus Brief hat mich berührt, gerade am Internationalen Frauentag.

»I am now a middle-aged Indian woman who is married to an Indian feminist man and raising a feminist 3-year-old son (whose middle name is Atticus and who thinks he is actually Thomas the train.) They are amazing. The ways in which you have impacted the world have left me expecting so much more from our world. And I know that this is not an expectation I can have without being part of that change. The events from this week, this amazing women’s march, echoed globally that the expectations I have are not ones I hold in isolation. I want a different world. I need a different world.«

Add your voice bei der Obama Foundation! Was wir im Moment tun können, ist, miteinander zu reden und uns gegenseitig zu inspirieren.

Dystopie/Dystopia

Von Brandy Judkins 

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Dystopie, (Substantiv), dys-to-pie, \dʏstoˈpiː\

1: ein imaginärer Ort an dem die Bevölkerung, ihrer Menschlichkeit beraubt, in Angst lebt

2: Literatur: das Gegenteil einer Utopie

Seit dem 9.November befindet sich die Mehrheit der Bürger_Innen und Einwohner_Innen der USA – die Mehrheit, die – so sie wählen konnte – nicht Trump gewählt hat – in einem Zustand von Angst, Wut, Empörung und Ekel. Wie konnte solch ein unqualifizierter, ordinärer, schlecht vorbereiteter, nativistischer Selbstdarsteller zum Präsidenten der USA gewählt werden? Im Jahr 2017? „Dystopie/Dystopia“ weiterlesen

Astronauten/Astronauts

Von Bob Gaulke

ENGLISH VERSION BELOW!

Wie gehen die New Yorker mit Trumps Präsidentschaft um? Ich merke, dass die Menschen ängstlich sind, offen gesagt. Hier ist jeder ein Einwanderer. Einige Leute haben sogar das Gefühl, dass wie »Amerika« »New York« ebenso ein Konzept wie eine politische oder geographische Bezeichnung ist. Als solches gehen wir an Trump als typisch amerikanisches/New York Narrativ heran und sehen es als interaktives Katastrophenspektakel. Social Media hält uns zusammen, in dem Ausmaß, dass die Netzwerke politische Aktionen wie Demonstrationen, Proteste oder die Kommunikation mit gewählten Funktionären anheizen können und vielleicht dazu beitragen, das Biest zu wecken. „Astronauten/Astronauts“ weiterlesen