Pornoregierung/Porn Government

Von Eliza Mimski

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Eins

Er zog das Land aus und begrapschte es mit Schweißhänden. Als der Zipp unten war, entzweite sich das Land. Er steckte seinen Finger in den Spalt. Er steckte seinen Finger in seine Gefolgschaft, aber die bemerkte es nicht. Er schälte das Gesetz und stieß es tief hin die erste Hälfte rein. Er scheuerte das Gewebe wund. Er versprach der zweiten Hälfte prächtige Gewänder. Er raspelte Süßholz. Das Land wurde grotesk. Es nahm eine absurde Form an. Es beulte sich an seltsamen Stellen aus. Sein Kürbisgesichtgrinsen versicherte allen, dass alles war wie es sein sollte. „Pornoregierung/Porn Government“ weiterlesen

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Die komplett ausgedachte Trump/Russland-Theorie, die sich als richtig oder falsch erweisen könnte – oder auch nicht / The Completely Imaginary Trump/Russia Theory that May or May Not Prove To Be True or False

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Von Amy Porterfield Levy, übersetzt von Angelika Lauriel

1987 – „The Art of the Deal: Nuklearwaffen“

Trump entscheidet, dass Moskau ein Trump-Hotel braucht, und wie jeder gute Makler stellt er Überlegungen an, wie gut er die Frage der Vermehrung nuklearer Waffen lösen kann.

Trump: Ich habe eine großartige Idee, denn Immobilienhandel ist im Grunde das Gleiche wie Vertragsabschlüsse über Nuklearwaffen. Die Sowjetunion und ich sollten zusammenarbeiten und Frankreich bombardieren.

Sowjetunion: Nie von Ihnen gehört. Außerdem, schalten Sie mal einen Gang zurück, Sie Freak.

1996 – Trump mag Moskau

Trump: Ich mag Moskau so gern, dass ich dort eine exakte Kopie des Trump Towers errichten will. Außerdem bin ich pleite.

Russen: *seufz* Okay. Wir mögen Sie komischen Kerl auch. Sollen wir ein paar Eigentumswohnungen von Ihnen kaufen, damit Sie nicht mehr so pleite sind? „Die komplett ausgedachte Trump/Russland-Theorie, die sich als richtig oder falsch erweisen könnte – oder auch nicht / The Completely Imaginary Trump/Russia Theory that May or May Not Prove To Be True or False“ weiterlesen

Wenn unsere kulturelle Heimat Los Angeles heißt statt Joshua Tree, wählen wir so einen Präsidenten/When Our Culture Is Los Angeles Instead of Joshua Tree, This Is How We Elect a President

Von Peter Brown Hoffmeister

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Teil I

Sonnenaufgang, der erste Tag in Joshua Tree, ein Purpurbrustkolibri
flattert und taucht in die späten Märzblüten neben meiner Terrasse, und ein Hausgimpelmännchen
mit einem Kopf so rot wie der Teppich in Hollywood, plappert mit seinem Weibchen über
Moskito-Schmaus und Fliegenspeck zum Frühstück.
Ich drehe mich um und beobachte einen Hasen, nach Westen gewandt, schläfrig auf seinen Hinterläufen,
die dunklen Spitzen seiner Ohren fangen die ersten warmen Sonnenstrahlen, die sich von
der Wüste her nach ihm ausstrecken, als ein Rabe sich bis auf einen Fuß auf seinen Kopf herabstürzt,
den vor sich hinstarrenden Hasen erwischt, der dann springt, oder – genauer gesagt –
hüpft, aufschreckt, indem er alle vier Hasenfüße in der Luft
zur Seite von sich streckt, bevor er wieder Boden unter den Füßen hat und
zwischen Purshia und Melden im Gestrüpp verschwindet.

Bei Macy’s in Los Angeles gibt es diese Woche 30% Rabatt auf Pelzmäntel. „Wenn unsere kulturelle Heimat Los Angeles heißt statt Joshua Tree, wählen wir so einen Präsidenten/When Our Culture Is Los Angeles Instead of Joshua Tree, This Is How We Elect a President“ weiterlesen

The beauty of math (Maryam Mirzakhani)

Als Teil der friedlichen Protestbewegung „Die Iden des Trump“, die sich mit Hilfe von Mailingaktionen gegen die Präsidentschaft von Donald Trump wendet, schrieb der iranischstämmige Mathematikprofessor Shadi Tahvildar-Zadeh die folgende Postkarte:

»Mr. President,
lange nachdem Sie aus dem Amt gewählt (oder enthoben) wurden und nachdem Sie ihren verdienten Platz im Mülleimer der Geschichte eingenommen haben, gleich neben anderen Diktatoren und Betrügern, wird man sich noch immer der iranisch-amerikanischen Maryam Mirzakhani dafür erinnern, dass sie die erste Frau war, die die höchste Auszeichnung der Mathematik erhalten hat. Lange nachdem man Sie gänzlich vergessen hat, wird sie nach wie vor eine Inspiration für jene amerikanischen Frauen sein, die ihren Traum verfolgen, Wissenschaftlerinnen zu werden.« „The beauty of math (Maryam Mirzakhani)“ weiterlesen